Studie zur Digitalisierung der Logistik

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Schon heute nutzen acht von zehn Unternehmen mit Logistikprozessen digitale Anwendungen, um ihr Alltagsgeschäft abzuwickeln. Tendenz steigend. Im Hinblick auf die Nutzung von digitalen Technologien, wie Lagerrobotern und intelligenten Paletten, sind die Unternehmen jedoch noch zurückhaltend.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) hat eine neue Studie zum Thema Digitalisierung in der Logistik veröffentlicht. Darin befragte der Verband gut 500 Unternehmen mit Logistikprozessen. Die Ergebnisse können als exemplarisch für den Umgang mit der digitalen Transformation betrachtet werden: 88 Prozent der befragten Unternehmen sehen die digitale Transformation als Chance. 89 Prozent geben an, dass Sie mit einer Kostenreduzierung durch die Nutzung digitaler Technologien rechnen und 86 Prozent rechnen mit einer Beschleunigung der Transportkette. Das mögliche Potential wurde erkannt. Dies belegen auf die Zahlen über eine mögliche zukünftige Nutzung digitaler Technologien: Denn 42 Prozent der Befragten rechnen damit, dass in den kommenden zehn die Endkunden mittels Drohnen oder Robotern beliefert und Datenbrillen die Mitarbeiter in der Logistik maßgeblich unterstützen werden (75 Prozent).

Logistik Digitalisierung

Infografik von www.bitkom.org

Rudimentäre Nutzung digitaler Technologien

Bei diesen Zahlen wundert es, dass die Nutzung der digitalen Technologien noch als rudimentär bezeichnet werden muss. Etablierte digitale Anwendungen wie beispielsweise elektronische Rechnungen, Warehouse Management Systeme sowie Electronic Data Interchange (EDI) nutzt die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen. An die neuen Technologien trauen sich die Unternehmen jedoch kaum heran. Lediglich knapp 20 Prozent der Befragten hat innovative Lösungen wie etwa fahrerloser Systeme oder smart Container im Einsatz. Drohnen oder intelligente Handschuhe sind noch gar nicht in der Praxis angekommen. „Wenn man die Zukunftsszenarien, von denen die Unternehmen überzeugt sind, mit dem heutigen Einsatz und den konkreten Planungen vergleicht, dann ist das ein Warnsignal. Wer damit rechnet, dass Zukunftstechnologien wie Drohnen, selbstlernende Systeme oder Datenbrillen bereits in zehn Jahren die Logistik bestimmen werden, der muss dafür heute die Weichen stellen und mit den Lösungen zumindest experimentieren“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Digitalen Wandel gestalten – Lösungsansatz Vernetzung

Viele Unternehmen erkennen also das Potential, schaffen aber nicht den Sprung in die Praxis. Das belegen auch die Zahlen: Knapp dreiviertel aller Befragten sieht die Digitalisierung als große Herausforderung für ihr Unternehmen an. Und auch Rohleder bestätigt: „Die Unternehmen scheuen nicht vor Investitionen in die Digitalisierung zurück, aber ihnen fehlt offensichtlich das Know-how, um die digitale Transformation aktiv gestalten zu können.“ Um dieses zu erwerben spricht sich der Verband für einen engeren Austausch zwischen Global Playern, dem Mittelstand sowie Start-ups aus. Zwei neu eingerichteten digitale Zentren für Logistik in Hamburg und Dortmund (hier fällt der Startschuss im Sommer) sollen Schnittstellen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie Investoren schaffen, um die Digitalisierung in der Logistik praxisnah voran zu bringen. Ziel sollte es sein, die Logistikbranche in Deutschland zukunftsfähig und wettbewerbsfähig zu erhalten. „Die Logistik ist bereits heute einer der digitalsten Unternehmensbereiche“, so Rohleder. „Aber mit Drohnen, autonomen Systemen und Artificial Intelligence steht der Logistik nicht nur eine Optimierung von Geschäftsprozessen bevor, sondern eine echte Revolution.“ Bei dieser gilt es aktiv mitzuwirken, um sich bestmöglich auf dem Markt positionieren zu können.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

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