EY-Studie: Mittelstand der zwei Geschwindigkeiten

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Ernst & Young (EY) veröffentlicht repräsentative Studie unter 3.000 mittelständischen zum Thema „Digitalisierung im deutschen Mittelstand“. Digitalisierung sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Das Thema Digitalisierung ist dieser Tage in aller Munde, ob auf der Cebit oder aktuell auf der Hannover Messe – das Thema bewegt. Und so hat neben der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und dem Digitalverband Bitkom auch EY seine jährliche Mittelstandsumfrage diesem Thema gewidmet. Im Unterschied zu den Studien von BVL und Bitkom differenziert EY die Ergebnisse jedoch stärker in Bezug auf Branche, Standort und Jahresumsatz. Daraus ergibt sich folgendes Bild:

Umsatzstarke Unternehmen führend

Für eine Mehrheit der Unternehmen (57 Prozent) in Deutschland spielen digitale Technologien inzwischen eine mittelgroße bis sehr große Rolle. Das ist ein Plus von 3 Prozent, im Vergleich zur Umfrage aus dem Vorjahr. Während bei umsatzschwächeren Unternehmen nur gut die Hälfte der Meinung ist, dass die Digitalisierung von großer Relevanz ist, ist die Zustimmung bei großen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von min. 100 Millionen Euro sogar deutlich über dem Schnitt: Hier sprechen sich gut zwei von drei Unternehmen für eine große Bedeutung aus. Spitzenreiter sind dabei der Finanz- und Dienstleistungssektor, die Elektrotechnik-Branche und der Handel. Weniger Relevanz haben digitale Vorgänge für die Bauindustrie sowie die Chemisch-pharmazeutische Industrie. Insgesamt spielen jedoch lediglich für 18 Prozent der Unternehmen digitale Technologien gar keine Rolle.

Regionales Gefälle

Generell sind 85 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, dass die Bedeutung digitaler Vorgänge mittelfristig zunehmen wird und die Digitalisierung der Wirtschaft für ihr Unternehmen eine Chance darstellt. Als häufiger Grund für die fehlende Umsetzung einer digitalen Strategie wurden fehlende finanzielle Mittel (13 Prozent), fehlendes Personal (13 Prozent) sowie fehlendes Knowhow (9 Prozent) genannt. Insgesamt sind digitale Technologien für ostdeutsche Unternehmen jedoch unbedeutender als für in Westdeutschland angesiedelte Unternehmen. Spitzenreiter in Sachen Digitalisierung sind Unternehmen in Hamburg, Bremen und dem Saarland. Hier schätzen 59 Prozent der Unternehmen digitale Technologien als relevant für ihre Arbeit ein. Wesentlich zurückhaltender ist da die Meinung von Unternehmen aus den neuen Bundesländern. Die Schlusslichter hier: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. In den hiesigen Ländern bewerten lediglich rund 40 Prozent der Unternehmen die Digitalisierung als relevant für ihr Geschäftsmodell.

Resümee

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass…

… die Mehrheit mittelständischer Unternehmen die Digitalisierung als Chance wahrnimmt.

… die Mehrheit der Unternehmen bereits digitale Technologien nutzt.

… der weitere Ausbau von der Verwendung digitaler Technologien geplant ist.

… die große Mehrheit der Unternehmen von einer zunehmenden Bedeutung digitaler Technologien ausgeht.

… überwiegend kleinere Unternehmen Schwierigkeiten haben mit dem technologischen Fortschritt mitzuhalten.

… sich eine Schere zwischen den technologie-affinen und den weniger technologisierten Branchen und Region auftut.

 

Die ganze Studie finden Sie hier.

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