Forum Automobillogistik 2017: Aufbruch in digitale Dimensionen

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Forum Automobillogistik 2017 in Bremen.

Forum Automobillogistik 2017 in Bremen. Bild: Kai Bublitz / BVL

“Smart statt reaktiv – auf dem Weg in digitale Dimensionen” hieß das Motto der Forums Automobillogistik 2017 in Bremen. Experten blickten in die Zukunft der Logistik 4.0.

Nicht nur die Automobillogistik wird derzeit durch die Digitalisierung der Logistik 4.0 umgekrempelt, doch zeigt sich hier der Wandel mitunter am radikalsten. “Die Digitalisierung wird die Art, wie wir Autos bauen, tiefgreifend verändern. Die Automobilindustrie arbeitet intensiv an der konsequenten digitalen Vernetzung unserer gesamten Lieferkette. Automobillogistik ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor: Sie muss künftig ungekannte Mengen an Informationen effizienter und schneller denn je verarbeiten”, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), beim Forum Automobillogistik in Bremen.

Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und der VDA veranstalten das Forum zum fünften Mal gemeinsam. Rund 530 Teilnehmer und 60 Aussteller sind zum fachlichen Austausch im Mercedes-Benz-Kundencenter in Bremen zusammengekommen. Die Veranstaltung ist das größte Branchentreffen der Automobillogistik in Europa.

Wissmann sagte weiter: “Die Wünsche der neuen Kunden-Generationen werden immer individueller. Diese Kunden sind seltener bereit, monatelang auf ein Auto zu warten. Um innerhalb dieses Paradigmenwechsels bestehen zu können, arbeiten die Automobillogistiker an einer digital vernetzten, hoch-transparenten Supply Chain. Unsere Industrie hat dafür beste Voraussetzungen: Wir beherrschen schon heute die Steuerung von Produktionsnetzwerken mit tausenden von Zulieferern und komplexen Güterströmen. Das geht nur, weil Hersteller, Zulieferer und Logistikdienstleister seit Jahren eng und partnerschaftlich zusammenarbeiten.”

VDA-Präsident Matthias Wissmann auf dem Forum Automobillogistik 2017.

VDA-Präsident Matthias Wissmann auf dem Forum Automobillogistik 2017. Bild: Kai Bublitz / BVL

Als Gefahr für das weltweite Produktionsnetzwerk der deutschen Automobilindustrie bezeichnete Wissmann den neuen Protektionismus: “Die neuen Töne aus Amerika, der bevorstehende Brexit und über 1000 protektionistische Maßnahmen einzelner Länder weltweit bereiten uns Sorgen. Dagegen müssen wir in Deutschland aufstehen, denn unsere Wohlstand und die Beschäftigung hängen maßgeblich vom offenen und freien Handel ab.”

Trotz der globalen Herausforderungen blickte Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Vorstands BVL, hoffnungsfroh in die Zukunft: “Die zentrale Säule des globalen Erfolgs der Automobilindustrieindustrie ist ihre Innovationsdynamik”, sagte er im Rahmen des Forums. “Die digitale Transformation der automobilen Wertschöpfungsnetze hat Fahrt aufgenommen.”

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